Unser Hospizleben

Neue Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter schenken Zeit,
Nähe und Menschlichkeit

Ermutigung für das Leben bis zuletzt

Frau Haufer mit den neuen Hospizbegleiterinnen und -begleitern

Mit viel Herz, Offenheit und persönlichem Engagement haben neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ermutigungs- und Grundbefähigungskurs des Hospiz Köln-Deutz e.V. erfolgreich abgeschlossen. Sie sind nun darauf vorbereitet, Schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige auf einem der wichtigsten Wege des Lebens zu begleiten.
 
Über mehrere Monate hinweg setzten sich die Kursteilnehmenden intensiv mit Themen Abschied, Sterben, Tod, Trauer, aber auch Hoffnung, Lebensmut und menschliche Nähe auseinander. Unter der Leitung von Alina Haufer, Koordinatorin und Trauerbegleiterin des ambulanten Hospizdienstes, Köln- Deutz e.V. lernten sie nicht nur fachliche Grundlagen kennen, sondern beschäftigten sich auch mit ihrer eigenen Haltung zum Leben und zur Endlichkeit.
 
„Hospizarbeit bedeutet vor allem da zu sein, zuzuhören und Menschen in ihrer individuellen Situation zu begleiten“, erklärt Alina Haufer. „Es geht nicht darum, Antworten auf alles zu haben, sondern darum, Präsenz zu zeigen und einen Menschen in einer sehr wichtigen Lebensphase nicht allein zu lassen.“

             

Die neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter bringen ganz unterschiedliche Lebensgeschichten, Berufe und Erfahrungen mit. Was sie verbindet, ist der Wunsch, ihre Zeit und Aufmerksamkeit Menschen zu schenken, die Unterstützung, Trost oder einfach einen verständnisvollen Gesprächspartner benötigen.
Der Hospiz Köln-Deutz e.V. begleitet Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Die Begleitung findet dort statt, wo die Betroffenen leben – zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, auf der Palliativstationen oder in Krankenhäusern.
Wer an Hospizarbeit denkt, denkt oft zuerst an das Sterben. Tatsächlich geht es jedoch vor allem um das Leben: um Begegnungen, Erinnerungen, Gespräche, gemeinsames Lachen und darum, die verbleibende Zeit so lebenswert wie möglich zu gestalten. Nicht selten entstehen dabei berührende Momente, die sowohl die Begleiteten als auch die Ehrenamtlichen nachhaltig prägen.
Der nächste Ermutigungs- und Grundbefähigungskurs beginnt voraussichtlich im Januar 2027. 
Er richtet sich an alle Menschen, die sich für Hospizarbeit interessieren oder sich persönlich mit den Themen Tod, Sterben und Trauer auseinandersetzen möchten. Die Teilnahme bietet die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, ob eine ehrenamtliche Mitarbeit in der Hospizarbeit infrage kommt.
Die neun neuen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter zeigen eindrucksvoll: Menschlichkeit braucht keine besonderen Voraussetzungen – nur die Bereitschaft, einem anderen Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl zu schenken.
Denn manchmal ist das größte Geschenk nicht das, was wir tun, sondern dass wir da sind.

Schüler der Grundschule Gotenring zu Besuch

Im Sommer 2024 waren zahlreiche Schüler der Grundschule Gotenring im Hospizverein zu Besuch. Rund zwei Stunden lang stellten Sie den anwesenden ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern viele Fragen zu ihrer konkreten Arbeit im Verein und ließen sich über Sterben, Tod und Trauer durch die Koordinatorin Alina Haufer, informieren. Darüber hinaus überreichten die Kinder eine Spende, für die sie in der Schule gesammelt haben.

Kunstworkshop beim Hospizverein

Der Workshop für die Sterbebegleiter*innen wurde von der Kunststudentin und Hospizbegleiterin Gudrun Otto in Zusammenarbeit mit der Koordinatorin Alina Haufer 2025 Jahr ins Leben gerufen.
Für die Teilnahme an diesem Projekt sind keinerlei künstlerische Kenntnisse erforderlich.
Es geht nicht darum schöne Bilder zu malen, sondern um den Prozess und um die Wandlung.
Es soll Spaß machen, Abwechslung bieten, Gemeinschaft, Austausch, Verbindung und Kreativität untereinander fördern.
Die Teilnehmer*innen sollen zur Ruhe kommen und bei der kreativen Arbeit sich einfach entspannen. 

Die Künstlerin Gudrun Otto zu ihrer Motivation zur Durchführung des Workshops: “In einem Umfeld zu arbeiten, wo Krankheit, das Sterben und das Lebensende so gegenwärtig sind, wie das alltägliche Leben, ist es wichtig, sich diesen Themen zu stellen.
Eine wundervolle Möglichkeit zur persönlichen Auseinandersetzung bietet uns die Kunsttherapie. Durch die Aktivierung individueller Kreativität werden Selbstheilungskräfte gestärkt und persönliche Entwicklungsprozesse unterstützt.
In einem sozialkünstlerischen Angebot möchte ich engagierten Menschen aus dem Bereich der Sterbebegleitung, eine Hilfestellung bieten, sich einen liebevollen und achtsamen Blick auf die Selbstfürsorge zu bewahren.
Darüber hinaus liegt mir am Herzen die Sinneswahrnehmung und die Wahrnehmung äußerer und innerer Vorgänge zu fördern, um Lebensqualität zu verbessern“.

Führung in der Synagoge Roonstraße

Im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit hat der Hospiz-Verein zu einer Führung in das Gemeindehaus der Synagogen-Gemeinde Köln eingeladen. Nach einer sehr bewegenden Einführung in die Geschichte der Juden und deren heutiges Leben in der Stadt Köln konnten wir im Museum neben vielen anderen Ausstellungsstücken Modelle des alten Synagogengebäudes (Roonstraße) sowie der Synagoge in Deutz (Deutzer Freiheit) besichtigen. Der Abschluss der rund 90minütigen Veranstaltung bildete der Besuch des Versammlungsraumes der Gemeinde, der auch einen Blick auf den Toraschrein erlaubte.